Dienstag, den 10.09.2019

Mit Wanderkleidung und gutem Schuhwerk ausgestattet, trafen wir uns im schönen Ohlstadt. Als sich ein Bergführer-Team, bestehend aus Tom und Hubert, bei uns vorstellte, fühlten wir uns bestätigt. Sicher „jagt“ uns Stefan den Berg hoch. Schließlich ist er ja ein sportlicher Typ.

Doch weit gefehlt. Wir bekamen eine wichtige Aufgabe – nämlich eine 13,3 Meter lange Hängebrücke über einen 8 Meter tiefen Abgrund aus Seilen zu knoten. In der Planungsphase waren schnell die Rollen verteilt.

Die Kosten und das fiktive Budget von 4.200,00 € wurden streng von Jürgen überwacht, die Logistik und der Einkauf wurden von Lothar übernommen. Max und Alex haben sich als Leiter des Aufbaus als erstes in die Knotenkunde einführen lassen und ihr neues Wissen später ans Team abgegeben. Manu und Patricia präsentierten als PR/Marketingleitung das Konzept unserem kritischen Kunden Hr. Schneider. Julian übernahm als Projektverantwortlicher auch das Wort bei der Überzeugung des Kunden. Schließlich bekamen wir den Auftrag und durften loslegen.

Jeder schnappte sich das Material und es ging einige Minuten steil nach oben. Das war zum Glück schon alles an sportlicher Betätigung J

Auf engsten Raum (Achtung! Links und rechts ist bereits der Abgrund) ging es nun los. Auf ein Seil wurden 35 Trittstufen abwechselnd mit 70 Abstandsstücken gefädelt. Danach konnten wir unser erlerntes Knotenwissen unter Beweis stellen. Am oberen Seil (später das Geländer der Brücke) wurden je Trittbrett ein gelbes Seil per Schlaufe befestigt. Dieses wurde am anderen Ende am unteren Seil mittels einem doppelten Kreuzknoten gehalten.

Das war Akkordarbeit, die gut Hand in Hand gehen musste. Somit war das Wesentliche geschafft und man konnte die Brücke auf die andere Seite hieven.

Hier hing bereits unser schwindelfreier Alex und befestigte das andere Ende sicher mit einem Tri-Lock-Karabiner und Petzl-Stop an einer stabilen Fichte.

Die Brücke sah aber noch nicht wirklich vertrauenserweckend aus – total schief und wackelig hing sie über dem Abgrund.

Wir sind stolz auf uns und hatten uns den leckeren Ausklang im „Zum Murnauer“ redlich verdient!

Ein Beitrag von Patricia Schuhmacher